Anreise
Der Flug nach Down Under dauert zwischen 20 (z.b. nach Perth) und 24 Stunden (Sydney), wobei mindestens ein Stopp nötig ist. Die Preise variieren enorm, zwischen CHF 900.00 (2017) und CHF 2500.00 (2011) pro Person in Economy ist alles möglich.
Klima
Während unserem Winter ist in Australien Sommer, wobei gerade im Norden zu dieser Zeit viel Regen fällt. Während des australischen Winters (europäischer Sommer) wird es im Süden Australiens auch mal bitterkalt, es empfiehlt sich, eher den Norden Australiens zu bereisen wobei die Temperaturen oft im Bereich unserer Sommertemperaturen oder darüber liegen. Australien kann man somit zu jeder Jahreszeit bereisen.
Fahrzeug
Für uns kommt in Australien nach wie vor nur ein 4×4 Fahrzeug in Frage. Wieso weshalb und warum erfährst du hier, Kindersitz-Empfehlungen gibt es da.
Wer einfach und günstig mit einem 2WD Reisen möchte, dem haben wir früher den Campervan von TCC empfohlen. Seit dem Konkurs von TCC würden wir auf die Campervans von Britz, Apollo oder Maui zurück greifen, bei mehr als 3 Kindern bleibt nur ein Wohnmobil oder ein 4WD mit 5 Sitzplätzen.

Unterkünfte
Camping
Gratis übernachten lässt sich an sogenannten Restarea’s, hier gilt meistens eine maximale Aufenthaltsdauer von 72 Stunden. Meist verfügen diese Parkplätze lediglich über eine Toilette, selten gibts auch eine Dusche.
Campingplätze verfügen normalerweise über Toiletten & Duschen, Waschmöglichkeiten und eine Camp-Kitchen (Gemeinschaftsküche).
Kostengünstiger und weniger touristisch ist die Übernachtung in den Nationalparks. Viele der Plätze verfügen über keine Duschen, ein Plumpsklo ist meist vorhanden. Plätze mit Duschen finden sich oft in Nationalparks mit hohem Besucher aufkommen und sind entsprechend teurer.
Eine andere, günstige Alternative sind Campingplätze auf Farmen (welche in Australien Stations genannt werden). Auch hier gibt es riesige Unterschiede was den Komfort und somit auch den Preis betrifft. Wir ziehen einfache Farmen, den luxuriösen vor, wobei es sich lohnt, beides mal erlebt zu haben.
Vor der Übernahme resp. der Rückgabe des Fahrzeuges mieten wir jeweils ein Cabin auf einem Campingplatz, der idealerweise nahe beim Flughafen liegt und die Stadt mit dem öffentlichen Verkehr erreichen lässt. So kann man bequem die Stadt erkunden und das Fahrzeug nach der Übernahme einrichten, resp. den Aufbau des Dachzeltes testen.

Hotels
Unsere Hotel-Erfahrungen beschränken sich in Australien auf ein minimum, da wir bei Freunden unterkommen, wenn wir während der Reise genug vom Campen haben. Wir würden sicherlich auf gute Bewertungen achten und wahrscheinlich ein Kettenhotel wählen.
Auf meiner Bucketlist in Sydney steht das Manly Pacific, als bezahlbare Alternative würde ich versuchen, eines der Harbourside-Apartments über Booking.com oder AirBnB zu buchen. Das Gebäude mit Sicht auf Harbour-Bridge und Opernhaus wurde wohl verkauft, nun sind nur noch einzelne Apartments über die erwähnten Plattformen buchbar.

Essen unterwegs
Die Küche hat man immer dabei, grosse Einkaufsmärkte gibt es meistens etwas ausserhalb der Städte/Dörfer. Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten sind in Australien kein Problem, die Auswahl an speziellen Nahrungsmitteln ist viel grösser als in der Schweiz.
Die Australier sind grosse BBQ-Fans und so findet sich in fast jedem noch so kleinen Dorf ein Park mit Gratis-Grillstellen (Gas), Spielplatz und Toiletten.
Waschen
Fürs Waschen empfiehlt sich ein gut ausgestatteter Campingplatz. Das Lufttrocknen der Wäsche ist in Australien, im Gegensatz zu den USA, total normal, entsprechend hat es auf den Campingplätzen meist Wäscheleinen zum Aufhängen der Wäsche. Je nach Reiseregion ist das Klima aber feucht und es dauert entsprechend lange, bis die Wäsche trocken ist. Im Notfall greift man hier dann auch auf den Tumbler zurück.
Die Waschmaschinen und Trockner bringt man mit Münzen zum laufen. Der Waschvorgang dauert nur 30 Minuten, stark verschmutzte Kleidung behandelt wir jeweils vor, weil gerade der rote, australische Sand kaum aus der Kleidung zu bekommen ist.
Einkaufen
Riesige Coles und Woolworth Supermärkte liegen meist am Stadt- oder Dorfrand. Einkaufsmöglichkeiten gibt es auch in kleineren Ortschaften. Alkoholische Getränke kann man nur in Bottleshops kaufen. Grundsätzlich ist Fleisch billiger, Gemüse und Früchte teuerer als in Europa.
National Parks
Australien verfügt über wunderschöne National Parks, für welche normalerweise Eintritt bezahlt werden muss. Im Westen lohnt sich der Kauf eines Holiday Pass (AU$ 60/4 Wochen) oder einer Jahreskarte (AU$ 130). Spezielle Attraktionen kosten meist zusätzlich.
Feuerholz sammeln ist in den Parks üblicherweise nicht erlaubt. Grundsätzlich sind die jeweiligen „Park-Rules“ zu lesen und sich auch daran halten!

Gefährliche Tiere
Im Wasser und in Ufernähe geht die grösste Gefahr von Steinfischen, Krokodilen, Quallen und Haien aus, an Land von Schlangen, Spinnen und im Norden Queenslands die Cassowary. Es empfiehlt sich, Warnschilder zu beachten und natürlich entsprechend zu befolgen. Es gibt für alle giftigen Tiere ein entsprechendes Gegengift, so ist z.B. seit es Gegengifte gibt, kein Mensch mehr an einem Spinnenbiss gestorben.

Distanzen
Die Distanzen sind zum Teil riesig und trotzdem war es unseren Kindern nie langweilig. Bei langen Etappen sind wir gegen 10.00 Uhr losgefahren, haben nach zwei Stunden eine Mittagspause eingelegt und sind dann während der Mittagsschlafzeit der 3 jährigen nochmals gefahren.
Für uns ist besonders in Australien der Weg das Ziel. Es lässt sich fast überall anhalten und etwas entdecken. Und wenn es mal nichts spannendes hat, schafft zum Beispiel das Feuerholz sammeln Abwechslung. In regelmässigen Abständen gibt es auch die Restareas, wo man problemlos übernachten kann, sollte sich herausstellen, dass eine Etappe doch zu lang ist.
Wichtige Reisehelfer
- Strassenatlas (z.B. von Hallwag) oder Hema-Maps App fürs iPhone
- Reiseführer (Wir empfehlen die Reiseführer aus dem Reise Know-How Verlag)
- SIM-Karte